400.000 Solarpanel für Hagen? Gemeindevertretung befasst sich mit zwei Industrieparks auf ca. 160 ha in der Gemarkung Hagen.
Sehr geehrte Bürger von Hagen,
die Gemeindevertreter der Gemeinde Hagen haben in ihrer Sitzung am 19.02.2024 über zwei mögliche Industrieparks für Freiflächen Photovoltaik in der Gemarkung Hagen informiert. Offensichtlich gibt es Überlegungen, ca. 30 % der Grün – und Ackerflächen (ca. 160 ha) im Osten und Süden von Hagen der Natur zu entziehen. Es erscheint der Eindruck, unterschiedliche finanzielle Interessen würden über die massiven Eingriffe in die Natur und Lebensqualität in Hagen gestellt werden.
Die gewährten Informationen sind aus meiner Sicht unvollständig und in ihrer Konsequenz irreführend.
Für mich ergibt sich ein sehr hohes Maß an offenen Fragen, die bei einem derart weitreichenden Projekt im Vorfeld zu berücksichtigen sind. Hierüber habe ich die Gemeindevertretung am 10.03.2024 umfassend informiert. Ich hoffe auf Antworten in der Gemeindevertretersitzung am 20.03.2024.
Diesen offenen Brief finden Sie im Internet auf der Homepage www.prohagen.com. Mit diesem Schreiben möchte ich einen knappen Einblick in den Fragenkatalog aus dem offenen Brief vom 10.03.2024 geben:
- Werden die Gemeindevertreter neutralen Sachverstand hinzuziehen und die Bürger von Hagen einbinden, ehe Fakten in einem Generationenvertrag geschaffen werden.
- Nach welchen Kriterien soll der Standort und die Größe beurteilt werden?
- Welche Maßnahmen sind geplant, um das Landschaftsbild und den Naherholungswert für die Bürger, durch die Industrieparks, nicht zu beschädigen?
- Wann kann die Gemeindevertretung ein Gesamtkonzept inklusive Kosten-/Nutzenrechnung den Bürgern vorstellen?
- Ist es vorgesehen, die Bürger von Hagen an den Entscheidungen zu den Industrieparks direkt zu beteiligen (z.B. Bürgerbefragung).
- Wie hoch ist nach Einschätzung der Gemeindevertreter der Wertverlust von Wohngebäuden und sonstigen Sachwerten in Hagen, sofern die Industrieparks errichtet werden sollten?
- Findet ein strukturierter Austausch mit dem NABU, Landwirten, Jägerschaft, etc. um die Auswirkungen der möglichen Industrieparks auf das Landschaftsbild, seltene Arten von Pflanzen und Tieren (z.B. Schwarzstorch, Rotwild, Insekten, etc.), zu berücksichtigen?
Ich möchten Sie mit der Homepage über den Kenntnisstand zu der Industriepark Planung in Hagen informiert halten.
Hagen, 16.03.2024
Paul Jähn
Dorfstraße 19 24576 Hagen
M. +49 172 41 92 860